Kooperationen

Das Entstehen einer neuen RIBAG Leuchte – in Kooperation mit Bartenbach

Die Umsetzung eines Lichtkonzepts, welches in jeder erdenklichen Situation unsere Ansprüche an das Sehen in Räumen gewährleistet, ist eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe, zu deren Bewältigung es Inputs verschiedener Spezialisten bedarf. Die Firma Bartenbach hat sich zur Aufgabe gemacht, das Know-how aus den unterschiedlichen Bereichen Architektur, Physik, Psychologie und Gestaltung in einem rund 80-köpfigen, interdisziplinär aufgestellten Team zu vereinen und somit das Phänomen Licht vollumfänglich zu durchleuchten. Seit der Firmengründung in den 1960er-Jahren ist das österreichische Unternehmen darin sehr erfolgreich.

Eine neue RIBAG Leuchte

Eine neue RIBAG Leuchte

Dieses Jahr haben sich die beiden Lichtspezialisten Bartenbach und RIBAG für ein gemeinsames Projekt entschieden. Die kreativen Köpfe der beiden Firmen tüfteln an einer vielversprechenden Leuchte.

Angefangen hat das gemeinsame Unterfangen als Pascal Amacker, Creative Director von RIBAG, während des Experimentierens mit einem innovativen Lichtlenkungsprinzip auf ein optisches Problem stiess. Um den gewünschten Qualitätsstandard zu erreichen, wendete sich dieser an Bartenbach, da die Techniker der Firma bekannt dafür sind, das Maximum aus dem Medium Licht herauszuholen. Bei einem Besuch in Österreich wurde schnell klar, dass die physikalisch-akademische Herangehensweise der dort ansässigen Physiker aussichtsreich für eine Zusammenarbeit sein sollte.

Zwar ist der definitive Output der Kooperation noch geheim – die Skizze zeigt aber, dass die Erwartungen durchaus berechtigt sind. Pascal Amacker verrät: «Es entsteht ein sehr sinnliches Produkt mit raffinierter Lichttechnik, das man an die Decke montieren kann.»

Mobiles Licht: Forschungsauftrag für die Studierenden der FHNW

Der Studiengang Industrial Design der Fachhochschule Nordwestschweiz befasst sich zur Zeit mit dem Thema POETRY OF LIGHT: MOBILES LICHT. Dieser Projektsauftrag wurde von RIBAG vergeben und soll die Studierenden dazu animieren, sich näher mit dem Thema Licht und Mobilität und damit mit „mobilem Licht“ zu befassen. «Mit zunehmend flexibleren Lebensformen wird es immer mehr zum Thema, dass man Licht unabhängig von festinstallierten Stromquellen bewegen und nutzen kann», erklärt Pascal Amacker, Creative Director bei RIBAG, welcher das Projekt aktiv begleitet. Die sogenannten Akku-Leuchten sollen nun von den Studierreden designt und anschliessend vorgestellt werden. «Ziel ist die Herstellung eines leuchtenden Prototyps» so Pascal Amacker weiter. RIBAG unterstützt die Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz mit technischem Beistand sowie materieller Unterstützung, sogenanntem  «Tüftlerzeug» wie Pascal Amacker es liebevoll nennt.

www.fhnw.ch

fhnw
fhnw

Fotograf: André Hönicke

Regionale Kooperationspartner

Hochwertige Lederblenden von Intertime

Die Suche nach einem regionalen Lederverarbeiter zur Umsetzung der Draft n‘ Craft Collection war kurzer Natur. Neben qualitativ anspruchsvoller Verarbeitung spielte die regionale Nähe sowie eine langfristig aufzubauende Partnerschaft eine entscheidende Rolle.

Intertime, spezialisiert auf hochwertige Ledermöblierung,  mit seinen deckungsgleichen Werten in der Verarbeitung sowie im Design- und Funktionalitätsanspruch, stellte sich schnell als passenden Kooperationspartner heraus. Zusammen mit der Entwicklungsleiterin Judith Rehmann schaute sich Pascal Amacker, Creative Director bei RIBAG, verschiedene Ledermuster, Verarbeitungstechniken und Farbkonzepte an.

 „Intertime hat die Handarbeit perfektioniert, das fasziniert mich „ erklärt Pascal Amacker nach seinem Betriebsrundgang. Die Umsetzung einer ersten Variante mit hochwertigem Leder war in kürzester Zeit fertiggestellt.

RIBAG and Intertime
RIBAG and Intertime

Auf Grund der vielseitigen Handhabung und dem diversifizierten Einsatzbereich, wurde die ARVA Leuchte mit Linse zur Erstellung einer individualisierten Ledervariante ausgewählt. Die mit verschiedenen Ledermustern ausgestatteten Leuchten erhielten vom Fachpublikum so grossen Zuspruch, dass sie unter dem Namen „ARVA Draft n‘ Craft Collection“ in das Sortiment aufgenommen wurden.

 „Wir möchten mit der neuen Kollektion auf individuelle Kundenbedürfnisse eingehen und unsere Designkompetenz weiter ausbauen“ erläutert Andreas Richner, CEO, die Draft n‘ Craft Collection, „die Materialisierung mit Leder eröffnet im Bereich der Innenarchitektur vielseitigste Integrations- und Kombinationsmöglichkeiten“.

 Die neue Kollektion mit dekorativem Charakter vervielfältigt den ohnehin schon grossen Einsatzbereich der ARVA als Lichtlösungspartner. Ob in einer Lobby, an einer Bar, in einer Lounge oder im Wohnbereich – in Kombination mit Ledermöbeln entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept, das dem Anspruch nach individuellen Lösungen gerecht wird.

Massivholzblenden von Girsberger

Massivholzblenden von Girsberger

Mit der Herstellung der Holzblenden beauftragte RIBAG das Unternehmen Girsberger, das seit 1889 als Möbelhersteller über eine hohe Kompetenz im Bereich der Massivholzverarbeitung verfügt, und diese Tradition nun bereits in der 4. Generation im Familienbesitz fortführt. Neben der Verarbeitung von Massivholz zur Herstellung von Möbeln im Office- und Wohnbereich hat Girsberger seine Kompetenz der präzisen Holzverarbeitung mit der Kollektion «Essentials» auch im kleinformatigen Accessoires-Bereich zum Ausdruck gebracht. Genau diese Präzision wird auch bei der Herstellung der beiden ARVA-Blenden aus den Trendhölzern Schwarznuss und Eiche angewandt. Mit viel Handarbeit werden die Blenden aus Massivholz gefräst und anschliessend im Betrieb veredelt. Die ARVA-Leuchten mit Holzblenden harmonieren besonders gut mit modernem Sichtbeton oder Bauten im Chalet-Stil und lassen sich mit unterschiedlichsten Einrichtungsgegenständen kombinieren. Die individuellen Lösungen von Girsberger vertreten dieselben Designansprüche wie die RIBAG-Leuchten und sind mit ihren schlichten und geradlinigen Ausführungen eine besonders edle Ergänzung für das individuelle Interior Design.

 

Simón Aurel Schwarz

Lichtkünstler Simón Aurel Schwarz

Simón Aurel Schwarz hat das stimmungsvolle Spiel mit Licht zu seiner Kunst gemacht. Meist ist der Raum selbst die Quelle seiner Ideen. Der studierte Umweltwissenschaftler, der an der Züricher Hochschule der Künste sein Zweitstudium absolvierte, erkundet die Essenz der Räume und nutzt vorhandenes Material, um neue Sinneseindrücke zu schaffen. Oft genügt dabei ein Beamer, eine Lichtquelle oder eine selbst gebaute Lampenkonstruktion: «Es ist erstaunlich, wie wenig es braucht, um einen Raum zu verfremden», sagt der experimentierfreudige Künstler. Das Licht fungiere für ihn als eine Art imaterielles Baumaterial, wobei er einem Handwerker gleich die einzelnen Teile zum sensorischen Gesamtkunstwerk zusammenfügt. Inspiration bieten dem Luzerner aber auch Reisen und Wanderungen: «Zu beobachten, wie das Licht im Wechsel von Sommer zu Herbst neue Stimmungen zaubert, ist faszinierend», so der Künstler.

Lichtkünstler Simón Aurel Schwarz

www.simonschwarz.ch

Making of zum Video

Gerne schenken wir Ihnen einen Einblick hinter die Kulissen, die während den Drehtagen beim kreativen Schaffen entstanden sind. 
Das neue Imagevideo entstand im vielseitigen Firmengebäude in Safenwil zusammen mit dem Künstler Simón Aurel Schwarz. Als einzige Requisite diente die Neuentwicklung AROA, welche die dunkle Umgebung einem Lichtschwert ähnlich durchbricht und sie mit einer ganz eigenen Atmosphäre ausstattet.

Making of Videodreh
Making of Videodreh

Making of Videodreh
Making of Videodreh

Arno Camenisch: A place to write

For Swiss author Arno Camenisch, light makes a significant contribution to mood, which is required to develop his thoughts into stories. The high value he ascribes to light as part of his creative process has brought him into contact with RIBAG. At a meeting at the Solothurn City Theatre, the stage was set with VIOR, to focus on the author.

Arno Camenisch

Those who tell stories well, transport moods. Arno Camenisch is a successful Swiss writer, who knows how to create atmospheres with cleverly juxtaposed words. His pictorial style brings his stories to life – often using selected lighting scenarios to lend sustainability to his words. In the spotlight of the Solothurn City Theatre, he talks about the role of light in and for writing.

Light means life." Arno Camenisch loves light in the early morning or evening, when the sun is low and casts shadows. So he enjoys every day as he wakes up in the mountains. The word artist originates from Tavanasa in Grisons, which in winter, lies in the shade. Maybe that is the reason why he likes to work in the rain or at night, "the night has a strangely beautiful silence". For Camenisch, light also represents ease, which he needs for his work: "Light has an uncanny influence on the mind and mood, which is essential for me for writing."

Shining through
When the writer from Grisons creates stories, he works with moods. "It always revolves around how I illuminate a scene or a theme, of how light is brought into a story." Camenisch writes very visually, and it is only through the right lighting conditions in a text that the desired atmosphere is created, and a feeling arises. And when individual words have already disappeared from memory, readers will remember that feeling exactly.

Illuminating
Arno likes to read his stories out on stage in front of an audience during his reading tours. "Light is extremely important on stage, it creates a focus, as well as an intimacy." Throughout the reading, the lighting remains the same, so as not to compete with the word in focus. "I prefer to work with white light, with spots, the face must be well lit, so that all expressions come to fruition."

Enlightened
Arno Camenisch needs light – for his thoughts, the atmosphere, the stage, and above all for his work. His studio at home is always brightly lit: "I always write all my books at the same table, in the same chair, I sit in the same place, and the light is always the same. Only the years pass by."

Portrait of an artist

Playing around with language, an exciting mixture of High German, Grisons dialect and Rhaeto-Romanic, is his trademark: Arno Camenisch, born 1978 in Tavanasa in the canton of Grisons, is one of the most famous authors in Switzerland today. His writing has been translated into more than 20 languages, and his readings take him from Hong Kong via Moscow to New York. His first book, "ernesto ed autras manzegnas", was published in 2005, followed by eight other novels in Romanic and German.

Arno Camenisch
Arno Camenisch

Arno has been honoured with various literary and cultural prizes, in 2012 he received the Swiss Literature Prize and in 2015, the German Prize for Comic Literature. In 2018, his novel "The Last Snow" is on the shelves – and has been highly praised. In his latest work, Arno Camenisch talks of disappearing and remaining. Above all, it is his melancholy-humorous narrative, a wavering between humour and tragedy, that is praised.

arnocamenisch.ch